Kloster Decani - Srbija / Serbien / Kosovo
Das Kloster liegt im malerischen Tal des Flusses Bistrica durch die Berge und Wälder des Prokletije Bergkette umgeben Es ist das grösste und am besten erhaltene mittelalterliche Klosteranlage in Serbien nieder. Während seiner wechselvollen Geschichte wurde das Kloster eine wichtige spirituelle Zentrum mit entwickelten künstlerischen und intellektuellen Aktivitäten. Im Tal der Decanska Bistrica, 3 km vom Dorf entfernt, liegt der Kloster Visoki Decani, dessen Pantokratorkirche auf Grund ihrer Grösse das eindrucksvollste Bauwerk der serbische Architektur ist. Die Basilika mit Kuppel weist eine Länge von 36,5 m und eine Höhe von 30,5 m auf. Nach einer Inschrift des Portals waren ihre Stifter König Stephan Uros III. (1322-31), der sich damit sein Mausoleum erbaute, und sein Sohn, König und Zar Stephan Dusan Uros IV, (1331-1355). Der Baumeister Fra Vita (Vitus) aus Kotor, brachte Erinnerungen an Werke dalmatinischer Bauweise mit, und verarbeitete sie. (Visoki Decani: visoki=hoch) nicht im serbisch-byzantinische Stil erbaut.
Zahlreiche Hinweise westlichen Einflusses lassen sich in der fünfschiffigen Basilika mit ihrem weiten Altarraum und der hohen dreischiffigen Vorhalle finden,
z.B. der Vertikalismus der äusseren Baumassen und der Innenräume, die Kreuzgewölbe, die hohen, schmalen, gotische Fenster und der reiche Skulpturenschmuck, meisterhaft
gestaltet ins Detail, wie etwa der Löwe von Portal zwischen Narthex und Naos.
Vorbild dazu war die für viele Kirchen des sogar Raska Stils beispielhafte
Muttergotteskirche von Studenica (1183-1191. unter
Stephan Nemanja erbaut; siehe dort).
Die Ausmalung der Kirche beanspruchte 15 Jahre. Stephan Dusan, der seinen Vater auf der Burg Zvecan hatte erdrosseln lassen, gab über 1000 Fresken in Auftrag.
Sie sind das grösste Freskenensemble Serbiens und besitzen einen geradezu enzyklopädischen Charakter.
Zu den deutlich voneinander abgesetzten Kompositionen, denen 365 den Jahresablauf beschreiben, gehören Themen wie der Zyklus der Genesis, die Geschichte des
Königs Salomo oder die Werke der Apostel, darunter die Darstellung von Paulus auf dem Wege nach
Damaskus. Unter den 250 Heiligen und Königen sind auch Dusan,
seine Frau Helena und sein Sohn Uros zu sehen. Obwohl die Maler bei der Darstellung kirchlichen Szenen an die Tradition gebunden waren, durften sie sich bei
weltlichen Figuren frei entfalten.
Und so verdanken wir ihrer Porträtkunst das Wissen um das Aussehen der alt- serbische Herrscher.
Von den Freskenmaler blieb nur ein Name erhalten: Srdj, der Sündige, eine alte
Ikonostas aus dem 14. Jahrhundert zeigt als künstlerisch wertvollste Darstellungen
die Gottesmutter Eleusa, den heilige Nikolaus und Johannes.
Kloster Visoki Decani, das erste Kulturdenkmal auf dem Territorium der Provinz Kosovo, die in die Liste
des UNESCO-Welterbes eingetragen werden seit langem als eines der architektonisch interessantesten und am besten erhaltenen mittelalterlichen serbischen Kirchen,
in denen Traditionen der romanischen Architektur erfüllen bekannt künstlerische Muster der byzantinischen Welt. Allerdings waren Decani Kloster Gemälde oft als
von geringerer künstlerischer Wert auf Fresken in einigen anderen serbischen Klöster in Raska und Kosovo Regionen betrachtet.