Kloster Zica - Srbija / Serbien
Kloster Zica befindet sich im Dorf Krusevica, ca. 6 km südwestlich in Richtung Mataruska Banja, auf Strasse zwischen Kraljevo und Mataruska Banja. Kloster Zica
ist eines der bedeutendsten Klöster in Serbien, im Jahr 1208 vom ersten serbischen
König Stefan II Prvovencani (regierte 1195-1223) gestiftet. Der Bau des Klosters
hauptkirche Sveto Vaznesenje wurde im Jahre 1206 angefangen und vor dem Jahre 1217 beendet, als der Gründer die Königskrone aus Rome bekam. Als die serbische Kirche
ihre Selbständigkeit erwarb im Jahre 1219 wurde das Kloster Zica der sitz des neugegründeten serbischen Erzbischoftums.
Der König Stefan und sein Sohn Radoslav hatten mit einer Schenckurkunde der Stiftung grosse Grundbesitze vermacht und Begünstigungen festgestellt. Die Kopie dieser
Uhrkunde aus dem 14. Jahrhundert befindet sich an den Seitenwänden des Durchgangs unter dem Turm.
Das Kloster Zica hat grosse Bedeutung für die Geschichte des serbischen Volkes und seine Kirche. Im
Kloster Zica hatte Sv. Sava, als erster serbischer Erzbischof,
seine Bruder zum Königgekrönt und die Bischöfe der neugegründete Eparchie eingeweiht. Hier wurden die Nachfolger des Königs Stefan, seine Söhne Radoslav und Vladislav,
gekrönt und der Erzbischof Arsenije, der erste Nachfolger des
Sv. Sava, als Oberhaupt der serbische Kirche eingeweiht.
In der Vergangenheit hatte das Kloster Zica mehrmals gelitten. Die erste grosse Verwüstung geschah am Ende des 13. Jahrhunderts, hervorgerufen durch die Kumans.
Die Erzbischöfe Jevstatije. Nikodin und Danilo II. hatten das Kloster erneuert. Während der türkischen Herrschaft war das Kloster Zica auch mehrmals verwüstet.
Die erste wichtige Erneuerung geschah im Jahre 1562. Die Mönche aus Zica hatten das Kloster vor der Erneuerung des Patriarchats in Pec im Jahre 1557 verlassen,
und waren nach Srem entflohen, wo sie das Kloster Sisatovac erbaut hatten. Grössere
Restauration des Klosters Zica geschah im 18. Jahrhundert. Während des Aufstandes.
Karadjordje hatte die Unterkünfte erbaut. Sobald danach, hatte das Kloster Zica wiederum gelitten, und die Kirche wurde beschädigt. Die grosse Restauration
wurde im Jahre 1855 durchgeführt, und die heutigen Formen der Kirche sind das Resultat der grossen Restauration die zwischen 1925 und 1935 und 1989/1990
durchgeführt wurde.
Die Architektur des Klosters gehört zur Bauschule aus Raska. Es ist ein Einschiffbauwerk (44 m lang), mit einer Halbkreisapsis an der Ostseite, mit einem Narthex an der Westseite und den rechteckigen Chorschranken an der Norden und Südseite. Über dem Zentralschiff erhebt sich eine Kuppel mit achteckigem Tambour. Räumliche Änderungen in der Kirche wurden anlässlich der Krönung des Stefan Prvovencani durchgeführt, als auch die Seitenkapellen angebaut wurden. Der Exonarthex mit einem Turm entstand in der übereinstimmung mit den Bedürfnissen des gegründeten Erzbischoftums. An seinem Bau, der vor dem Jahre 1233 beendet wurde, hatte auch Sv. Sava seinen Anteil gehabt, so dass er als einer der Gründer des Kloster Zica betracht wird.
Das Kloster Zica mit seiner Architektur bezeichnet die Endphase der Entwicklung der
Bauschule aus Raska, indem es einen grossen Einfluss auf die folgende Entwicklung
der serbischen Baukunst ausgeübt hatte.
An den Wandgemälden die stark beschädigt sind, erkennt man drei chronologische Stieleinheiten. Die erste Einheit umfasst die Wandgemälde die nach der Erwerbung
der Selbstständigkeit der serbische Kirche im Jahre 1219 entstanden waren. Die Verfasser dieser Fresken sind die
Meister aus Constantinopels. Diese Fresken sind
nur noch in den Chorschanken erhalten, und mit ihren Eingeschaften verkünden sie das monumentale Baustil des 13. Jahrhunderts. Die zweite Einheit umfasst Fresken
die schlecht erhalten sind und die sich in der Kapelle des Turms befinden.
Diese Fresken waren am Anfang des 4. Jahrzehntes des 13. Jahrhunderts entstanden. Diese Wandgemälde sind Werke der weniger bekannten Künstler, und sie sind dem
Stil der Malerei des Spätkomnins ergeben. Die wichtigsten einheit umfasst die jüngsten Fresken die zwischen 1309 und 1316 entstanden waren, zur Zeit der grossen
Erneuerungen nach den Verwüstungen der Kumans. Diese Fresken befinden sich im Hauptteil der Kirche und man erkennt daran dreithematische Einheiten: Grosse Feiertage,
Szenen aus dem Leben Christi, stehende Figuren der Heiligen und ihre Büsten. In der Südkapelle sind Szenen aus dem Leben des Patrons Sv. Stefanerhalten, und die
Fresken in der Nordkapellen hatten zum grössten Teil gelitten während des Bombardement im Jahre 1941. Eine wertvolle Einheit bilden die Fresken an den Wänden des
Durchgangs unter dem Glocketurm, wo neben der Weihnachtshymne und den viezig
sebastianschen Märtyrern, St. Peter und St. Paul gemalt sind, sowie die Portraits
des Stefan Prvovencani (erst gekrönt) und seinem Sohn Radoslav mit der Schenkurkunde. Die Verfasser dieser Fresken sind die Meister des sehr bekannten Malerateliers
des Königs Milutin, dessen Wärke die Fresken in Staro Nagoricino, Bogorodica Ljeviska in Prizren, Sveti Nikita und die
Königskirche in Studenica umfassen.
Mit gewissen archaischen Eigenschaften, haben die Malerwerke im Kloster Zica grosse Wichtigkeit für das Studium der Stilentwicklung der serbischen Malerei aus
dem 14. Jahrhundert.
Die kleine Kirche des St. Peter und St. Paul ist der einzige gut bewahrte Bauwerk des mittelalterlichen Kloster komplexes.
Diese Kirche mit einfacher Architektur und edlen Proportionen stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die Bauweise und der äusserliche Ausbau zeugen davon, mit der
Abwechslung von Backstein und Stein, sowie die Reste der Fresken aus zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Die Kirche wurde im 18. Jahrhundert erneuert, mit
einigen wenigen baulichen Abänderungen, wobei ihre ursprünglichen Architekturen Eigenschaften erhalten worden sind. Von der ehemaligen reichen Klosterschatzkammer
ist fast nicht übrig geblieben ausser den Reliquien der rechten Hand des
St. Jovan Preteca, die mit Silber beschlangt ist, und die ins Kloster von Sv. Sava
gebracht wurde. Heute ist sie in der Kathedrale der St. Maria in Sienna bewahrt. In der Kathedrale von Pienzza in Italien, befindet sich ein Teil des Heiligen
Kreuzes aus dem Kloster Zica, das mit Silber Beschlagt ist, und aus dem 13 Jahrhundert stammt.